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Das Müllnerstübl (Bäckerstübl) oder kurz "STÜBL"

Von der Backstube gelangt man, zwei Stufen tiefer, in das behagliche „Stübl", in das der Backofen hineinragt, in dem aber auch noch Platz für einen "Sparherd" (kleiner Kachelofen) ist.

Dieses Stüberl ist im mehr als 300 Jahre alten Anbau des Wohnhauses gelegen. Es wurde fallweise auch als Küche benützt. Die "mäusesicheren" Stellagen, die "Brotgab", auf welchen die Backsimperln mit dem Brotteig aufgelegt wurden, bis der Teig reif zum "Einschuss" in den Backofen war, sind fest an der Decke angebracht.

In der kalten Jahreszeit musste der Raum noch für diesen Zweck zusätzlich (neben der Wärme des hereinreichenden Backofens) geheizt werden, daher der vorhandene, ebenfalls grüngeflammte Ofen. Hier wurden auch die weißen Simperltücher getrocknet

Dieser Raum war durch die gleichbleibende Wärme der geeignetste Raum für das "Gehen" des Brotteiges - wurde doch in Abständen von 2,5 bis 3 Stunden je ein "Schuss" gebacken, und dies 5 bis 7mal innerhalb von 24 Stunden - und diente auch der Salzaufbewahrung.