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Die Sagblochstatt

1962 war der Stall-Stadel, zwei Jahre später das Sägewerk der Anzenaumühle mit seinem alten Venetianer-Gatter demontiert worden - völlig unnötig, wie sich bald herausstellen sollte. Einem glücklichen Zufall und der Entschlossenheit der Verantwortlichen ist es zu verdanken, dass nun, mehr als 20 Jahre später, wieder ein Sägewerk fast gleíchen Typs - wenn auch nicht mehr an derselben Stelle - wiedererrichtet werden konnte.                 

Im Jahre 1983 bot nämlich der Besitzer der Sattelmühle in Lungendorf, Karl Ablinger, dem Verband oö. Freilichtmuseen eine zum Abbruch bestimmte Sagblochstatt zur Wiederaufstellung an, da er das Werk als Denkmal erhalten  wissen wollte. Nach Überwindung aller zum Teil  beträchtlichen Schwierigkeiten konnte das etwa 20 Meter lange Bauwerk in Lungendorf abgetragen, nach Bad Goisern transportiert und hier noch im selben Jahr aufgestellt werden.  Die Säge selbst, als ganz in Holz ausgeführte Konstruktion, stammt aus dem Jahre 1814 und verfügt - wie die ursprünglich bei der Anzenaumühle betriebene Säge - über ein Venetianer Gatter (nur ein Sägeblatt), welches durch ein Wasserrad angetrieben wird. Dieses besorgte auch den Vorschub des zu schneidenden Bloches.

Das Bauwerk wurde fein säuberlich in Lungendorf abgetragen und Steher für Steher, Brett für Brett hier wieder aufgebaut. Einzig die Grundmauer und das Dach waren zu erneuern. Alle anderen Teile konnten so wieder zusammengesetzt werden, wie sie im Jahr 1814 zuvor kundige Handwerker errichtet hatten.

Auf einer etwa 100 Jahre alten, jetzt renovierten Stockschießbahn kann man seine Zielgenauigkeit beweisen.