Anzenaumuehle Brotbacktermine Geigentreff Mühlenföhrungen Erlebnismuseum Anzenaumühle

Die "Große Stube"

Gleich neben der Tür steht der grün geflammte Kachelofen mit der Ofenbank,  dem „Gstäng" und den "Anzn"  (=Trockenstangen), worauf die nassen "Goiserer" und Kleider getrocknet wurden.

Eine Balkendecke, um 1600, mit schöner Rosette, Kehlungen und Schnitten im Renaissanceempfinden ziert den Raum. Hinter dem Ofen, in der „ Höll", steht das Bett für den Bäcker- oder Müllergehilfen. Es ist ein „Stollenbett" (= Pfostenbett). Gegenüber im „Herrgottswinkel" sitzt man auf der Eckbank und den zwei Sesseln um den Tisch.

Von der Balkendecke hängt das Herbergszeichen (Zunftzeichen) eines Müller-, Bäcker- und Sägewerksbetriebes. Ein großer Schüsselrehm und ein Wandkastl, in dem hauptsächlich das zum Verkauf feilgebotene Mehl und der Grieß aufbewahrt wurden, sind weitere Einrichtungsgegenstände.

Wenn in den Nachtstunden die Mühle in Betrieb sein musste, wurde das Mahlgut von hier aus durch ein Loch des Fußbodens in eine „Goß" des darunter befindlichen Schüttkastens geleitet.